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Generalplanung: Facelift für eine Ikone

Wiener Traditionskaufhaus Gerngross wird revitalisiert – Generalplaner DELTA plant  in Kooperation mit „LOVE architecture and urbanism“ neue Fassade und innovative Innenraumgestaltung – Umbau bei laufendem Betrieb von Jänner bis August 2010 – nachhaltige thermische Sanierung

Das 1879 gegründete Kaufhaus Gerngross auf der Wiener Mariahilfer Straße, eine Ikone unter den heimischen Einkaufstempeln, bekommt ein neues Gesicht. Unter dem Bauherren DEKA Immobilien Investment GmbH erhält auch das Innere des Kaufhauses eine komplett neue Optik. Ein sternförmiges Wegesystem wird die Shopflächen auf den insgesamt fünf Stockwerken neu und übersichtlich gliedern. Von einem zentralen Atrium aus ist in Zukunft jedes Geschäft einsehbar. Es wird künftig das Herz des Hauses sein. Die einzelnen Shops des neuen Centers werden schollenartig in den Etagen des Hauses verteilt. Dies wird durch einen Wechsel im Bodenbelag bzw. durch Materialwechsel in den Deckenbereichen unterstützt. Das erleichtert den Kunden die Orientierung und verspricht ein übersichtlicheres und entspanntes Shopping-Erlebnis. Dabei verschwinden Haustechnik und Beleuchtung komplett hinter einer flexiblen Decke aus Lochblech an der Lichtquellen flexibel angebracht werden können. Während die Decke über den Wegen aus einer geschlossenen Oberfläche besteht und die Wegeführung spiegelt, besteht  sie über den Shopflächen aus den oben genannten gelochten Elementen mit gleichmäßig verteilten variabel einsetzbaren lichtstarken Spots. Die Fassade des neuen Hauses bildet die logische Fortsetzung des Inneren. Die schollenartige Struktur des Innenraumes setzt sich auf der neuen Fassade des Gerngross durch großzügig angebrachte Farbflächen fort. In einigem Abstand davor wird eine ornamental gestaltete, semitransparente weiße Fassade angebracht. Je nach Standort und Perspektive nimmt der Betrachter die Fassade als weiß – ornamental war, oder es tritt die Hintergrundfarbe der Fassade des Hauses stärker hervor.

Café mit Ausblick über dem Eingang

Neu gestaltet wird auch der Eingangsbereich. Der Zugang zum Kaufhaus, der sich in einer Nische in der Mitte der zur Mariahilfer Straße hin gelegenen Fassadenseite befindet, soll weiter nach vorne verlegt werden. Dadurch wirkt das Entree auffälliger und einladender. Im Bereich über dem neuen Eingang wird das erste Obergeschoss bis zur neu entstehenden Erkerkante hin erweitert. In dem so gewonnenen Raum lädt nach dem Umbau ein repräsentatives Café mit Ausblick auf die Mariahilfer Straße zum Verweilen ein.

Mehr als Design

„Ein traditionsreiches Haus wie der Gerngross bedarf einer Revitalisierung mit Fingerspitzengefühl. Durch eine neue hochwertige und übersichtliche Fassade und die Neugestaltung des Eingangs als Blickfang stärken wir die Identität des Hauses“, erläutert Arch. Rudolf Stürzlinger, Geschäftsführer von DELTA Projektconsult Wien, das Konzept hinter der Neugestaltung. „Andererseits geht es bei einem Kaufhaus natürlich um mehr als nur Design. Hier ist  vor allem funktionale Architektur gefragt. Themen wie Wegeführung, Lichttechnik, Orientierung für den Kunden im Haus sowie geschickte „Verpackung“ von Haustechnik und Versorgungsflächen stehen im Zentrum. Da der Umbau bei laufendem Betrieb erfolgen muss, ist der Generalplaner bei einem derartigen Projekt besonders gefordert. Die langjährige Erfahrung von DELTA bei der Gestaltung von Einkaufszentren bewährt sich also auch bei der Gerngross-Revitalisierung.“ Über 30 Einkaufszentrum-Spezialisten wirken im Generalplanerteam mit.

Mariahilfer-Straßen-Profis

Das Facelift für Gerngross ist bereits das vierte DELTA-Projekt auf der Wiener Mariahilfer Straße: Auch die Neugestaltung des Einkaufszentrums La Stafa, Kino IMAX und das Bürohaus Immorent tragen die Handschrift von DELTA.

Zeit ist Geld: Umbau bei laufendem Betrieb

Der Umbau startete am 11. Jänner 2010 und muss bei laufendem Verkaufsbetrieb erfolgen. Dementsprechend knapp bemessen ist die zur Verfügung stehende Zeit: „Der Umbau erfolgt Geschoßweise. In Summe haben wir für die gesamte Revitalisierung – Fassade, Innenflächen, Erweiterung der Verkaufsfläche, sicherheitstechnische, gebäudetechnische und brandschutztechnische Aufrüstung auf den Stand der Technik, Neugestaltung des Dachgeschosses usw. – nur acht Monate Zeit.“, schildert Stürzlinger eine der zahlreichen Herausforderungen für sein Team.

Facts zum Unternehmen DELTA:

DELTA wurde 1977 als Einzelunternehmen von Architekt DI Knut Drugowitsch gegründet. Im Bestreben, dem Kunden möglichst umfassenden Service zu bieten, wurde das Tätigkeitsfeld stetig erweitert und zählte schon bald zu Oberösterreichs führenden Unternehmen in den Bereichen Architektur, Generalplanung, Baumanagement und IT/EDV.

Heute umfasst die DELTA-Gruppe unter dem Dach der Delta Holding GmbH neun operativ tätige Tochtergesellschaften und betreibt Büros in Wien, Wels, Trebic (Tschechien), Bratislava (Slowakei), Bukarest (Rumänien) und Kiew (Ukraine). Das Angebot reicht von Architektur über Generalplanung bis zu Übergabe und Nachbetreuung. Selbständige Tochtergesellschaften in den Bereichen Baumanagement sowie IT/EDV vervollständigen das Dienstleistungsangebot. Jährlich betreut DELTA Bauprojekte im Gesamtwert von einer Milliarde Euro. 2008 erzielte die Unternehmensgruppe mit 130 Mitarbeitern einen Honorarumsatz von 13,5 Mio Euro. DELTA ist auf Hochbau-Projekte in den Bereichen Handel/Shopping Center, Gesundheitswesen (z.B. Krankenhäuser), Bildungsbauten, Freizeit/Wellness sowie Industrie- und Gewerbebauten spezialisiert.


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