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Generalplaner-Team realisierte attraktives und leistbares Wohnprojekt für die Stadt Wien und die Bewohner

WIEN. Eine moderne Architektur, qualitativ hochwertige Wohnungen, ein großzügiges Angebot an Gemeinschaftsflächen und ein Wohnbetreuer zur Förderung von Gemeinschaftsaktivitäten sind nur einige von vielen Vorzügen der neuen Wohnhausanlage, die diese Woche in Wien-Aspern den Bewohnern übergeben wurde. Diese befindet sich in naturnaher und öffentlich gut angebundener Umgebung Wiens. Und das zu knappen Budgetvorgaben für den Auftraggeber und leistbaren Mieten für die Bewohner. Dieses Package hat das Architektur- und Generalplaner-Team DELTA und AllesWirdGut in der Seestadt Wien-Aspern auf Baufeld D9 mit 170 Wohnungen und 7 Geschäftslokalen Realität werden lassen. Die Seestadt Wiens zählt zu den größten Stadtentwicklungsprojekten Europas. Heute wurde, wie vor 3 Jahren auf den Tag genau geplant, die Übergabe an die Mieter abgeschlossen.

Der Bedarf an Wohnungen ist groß in Wien. Und wie Studien und Umfragen immer wieder belegen, hat eine zufriedenstellende und schöne Wohnsituation für die Österreicher einen großen Stellenwert. Das zeigen auch die zahlreichen Anfragen für die 170 Wohnungen, die heute offiziell an die Mieter übergeben werden. „Wir sind stolz darauf, eine Wohnhausanlage errichtet zu haben, die sowohl in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht eine nachhaltige und zukunftsfähige Immobilie für Wien darstellt“, sagt Dipl.-Ing. Wolfgang Kradischnig, Geschäftsführer und Unternehmenssprecher bei DELTA.

Konzentration auf das, was wirklich wichtig ist
„Ein knappes Budget ist auch eine Chance, sich auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist“, ist Wolfgang Kradischnig überzeugt. Das Architektur- und Generalplaner-Team DELTA und AllesWirdGut hat moderne Wohnungen im Niedrigenergiestandard, mit Balkonen und Terrassen, großzügigen, hellen Erschließungsflächen und zahlreichen Gemeinschaftsräumen errichtet. Das gesamte Projekt wurde als „anpassbarer Wohnbau“ errichtet Eine vorausschauende Planung und die Vermeidung baulicher Barrieren sind die Basis für eine gute Erschließung des Wohngebäudes. Dadurch können Menschen die durch Alter, Unfall oder Erkrankung stark eingeschränkt oder auf einen Rollstuhl angewiesen sind, die Wohnungen ungehindert nutzen. Durch bedarfsgerechte Anpassung ist ein Verbleiben in der gewohnten Umgebung möglich. Obwohl auf teure Materialien verzichtet wurde, weisen die Wohnungen einen hohen Standard und Wohnqualität auf.

„Als Architekt und Generalplaner hat man die besondere Verantwortung und Möglichkeit ein qualitätsvolles und zukunftsfähiges Gebäude zu planen und konsequent nach diesen Prämissen zu errichten. Wir sind mit einem hervorragenden Team bestehend aus den zwei Bauträgern WBG (Wohnen und Bauen GmbH) und die Wohnungsgenossenschaft Gartenheim, einem Architektur- und Generalplaner-Team (ARGE DELTA und AWG), Gebäudetechnikern, Bauphysikern, Statikern und Prüfingenieuren angetreten, die so wie wir diese Zielsetzungen verfolgen“, sagt Architekt Dipl.-Ing. Rudolf Stürzlinger, Geschäftsführer bei DELTA, die die Federführung der Bewerbung innehatte.

Wohnhausanlage in Niederenergie-Bauweise
Der Heizwärmebedarf der Wohnhausanlage beträgt ca. 21 kWh/m²a. Ein  zentrales Energieverbrauchs-Monitorings für alle Nutzungseinheiten  wurde geplant, wobei alle Verbrauchswerte Gebäude und der Gebäudeteile bis hin zu den einzelnen Wohnungen (Strom, Wärme und Wasser in Bezug auf die Klimakonditionen) erfasst werden können.

Top in der TQB Gebäudezertifizierung
Das Gebäude wurde gemäß den Vorgaben im Wettbewerb nach den Richtlinien der österreichischen Gesellschaft Nachhaltiges Bauen ÖGNI entsprechend der TQB (Total Quality Gebäudebewertung) zertifiziert. Der Total Quality dokumentiert die Qualität eines Gebäudes von der Planung über den Bau bis zur Nutzung im TQ-Gebäudezertifikat. Das Zertifikat ist das Endprodukt des integrierten TQ-Planungs- und Bewertungsprozesses. Die Zertifizierung macht die Qualität eines Gebäudes sichtbar, nutzbar und vergleichbar und bringt so für die Vermarktung Vorteile und Sicherheit. Die Bewertungs-Kategorien  sind in folgende 5 Gruppen gegliedert: Standort und Ausstattung, Wirtschaft und technische Qualität, Energie und Versorgung, Gesundheit und Komfort und Ressourceneffizienz. Tatsächlich erfüllt die Wohnhausanlage diese Kriterien in einem Maße, das über die Vorgaben aus dem Wettbewerb hinausgeht und entspricht in Summe ca. 80 Prozent der maximalen Werte, was das Gebäude als richtungsweisend auszeichnet.

Sicherheit für den Bauherrn – durch Teamwork
Fehlende Abstimmungen, Nachträge und Kostenüberschreitungen – das sind nur wenige Beispiele für Situationen mit denen sich ein Bauherr nicht befassen muss, wenn er ein kompetentes Architektur- und Generalplanungsteam an seiner Seite und somit nur einen Ansprechpartner für alle Belange hat. „Natürlich ist auch in diesem Projekt nicht alles problemlos verlaufen, aber alle Hindernisse konnten schnell und effizient zu einer Lösung gebracht werden. Wir haben es als unsere Aufgabe als Generalplaner gesehen den Bauprozess als Teamprozess zu moderieren und einen wertschätzenden und fairen Umgang miteinander zu fördern“, sagt Rudolf Stürzlinger. „Und davon profitieren nicht nur die Projektbeteiligten selbst, sondern schlussendlich der Bauherr von Kosten-, Termin- und Qualitätssicherheit.“

Soziales Wohnkonzept: Mehrgenerationen-Wohnmodell mit Wohnbetreuung
In der Wohnhausanlage wird das im Care Living Circle unter der Federführung der Firma Dasta entwickelte Mehrgenerationen-Wohnmodell  mit dem Titel „Haus im Leben“ realisiert. Bei diesem Konzept handelt es sich um eine gemeinschaftliche Wohnform bei dem Generationen bewusst gemischt und von einem Wohnbetreuer gecoacht werden. Hier handelt es sich um eine Hausgemeinschaft mit ca. 100 Menschen von jung bis alt. DELTA ist Mitgründer und aktives Mitglied im Care Living Circle, der aus Experten verschiedenster Bereiche besteht und sich mit innovativen Lösungen für bestmögliches Leben und Wohnen im Alter beschäftigt.
Haus im Leben wird hier umgesetzt.

Die Seestadt Wien-Aspern
Letztes Jahr sind bereits die ersten Mieter in anderen Wohnhausanlagen eingezogen und leben somit auf der größten Baustelle Österreichs. Die Seestadt ist bereits seit 2013 an das U-Bahnnetz angebunden. Die Seestadt erhält einen 50.000 m² großen See und eine Einkaufsstraße. Bis Ende 2016 werden in der ersten Ausbaustufe ca. 2.600 Wohnungen errichtet. Bis zum Jahr 2028 werden auf einer Fläche von ca. 340 Fußballfeldern rund 10.000 Wohnungen gebaut.

Zahlen und Fakten zum Projekt:
Baubeginn: Juni 2013
Wohnnutzfläche: ca. 12.300 m²
Wohnungen: 170
Geschäftsflächen im EG: ca. 1.500 m²

Auslober:    Wohnfonds Wien (Ausschreiber des Wettbewerbs) und die Wien 3420 AG
Bauträger:    WBG (Wohnen und Bauen GmbH) und die Wohnungsgenossenschaft Gartenheim
Architektur- und Generalplanung:    ARGE DELTA und AWG


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