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Lebenszyklusoptimierung: Warum wir die Prozesse ändern müssen – IG Lebenszyklus Hochbau

Nachhaltigkeit von Gebäuden beginnt bei der Zusammenführung von Prozessen in den Bereichen Finanzierung, Planung, Errichtung und Betrieb. Ziel: bereichsübergreifende Verantwortung für den Lebenszyklus einer Immobilie. Innerhalb des nächsten Jahres werden in Arbeitsgruppen jene Meilensteine definiert, in denen die einzelnen Bereiche ihre Prozesse im Sinne einer Lebenszyklusoptimierung anpassen müssen. Das jedoch erst den Anfang des Weges in Richtung einer für die Lebenszyklus-Orientierung grundlegenden ganzheitlichen Risikoverteilung.

Nachhaltigkeit braucht Lebenszyklus und Lebenszyklus braucht Prozessveränderung – so der Tenor bei der IG Lebenszyklus Hochbau, Österreichs Plattform zum Thema Lebenszyklus in der Bau- und Immobilienbranche. Innerhalb von sechs interdisziplinären Arbeitsgruppen entwickeln die Mitglieder der IG Lebenszyklus Hochbau 2012 lebenszyklusoptimierte Leitlinien in den Bereichen Finanzierung, Planung, Errichtung und Betrieb. Unter Beibehaltung der Angebotsvielfalt der im Bauprozess beteiligten Spezialisten soll es so möglich werden, Lebenszyklus-Ziele auf dem Prinzip der Gesamtverantwortung zu erreichen. Die IG Lebenszyklus Hochbau besteht als Verein mit Sitz in Wien. Die derzeit rund 30 Mitgliedsunternehmen haben die Gelegenheit, an den Arbeitsgruppen als Lebenszyklus-Unternehmer teilzunehmen und sind damit vom Start weg bei der Entwicklung neuer Marktmodelle eingebunden.

„Die Arbeitsgruppen in den Bereichen Finanzierung, Planung, Errichtung und Betrieb bestehen jeweils aus verschiedenen Vertretern der Lebenszyklus-Phasen. Nur so können wir den für ein lebenszyklusorientiertes Bauen grundlegenden bereichsübergreifenden Dialog sicherstellen“, betont Wolfgang Kradischnig, Vorstandsmitglied der IG Lebenszyklus Hochbau, DELTA. So ist es etwa Ziel der von Kradischnig geleiteten Arbeitsgruppe „Errichtung“, offen und „auf Augenhöhe“ zu diskutieren und zu erarbeiten, was aus der Perspektive der Errichtung(sphase) zu tun ist, damit das Modell der lebenszyklusorientierten Projektabwicklung funktioniert. Jeder Bereich beschäftigt sich mit seiner Thematik jeweils auf Produkt-, Prozess- und Vertragsebene. Die Integration der Ergebnisse im gemeinsamen Lebenszyklus-Modell sowie die Umsetzung der politischen Verankerung finden anschließend in eigenen Arbeitsgruppen statt.


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