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Neubau der WU Wien: Geheimnis eines Großprojektes von Projektsteuerer DELTA

WIEN / WELS. September 2013 – die neue Wirtschaftsuniversität in Wien ist fertiggestellt. Ein geschichtsträchtiger Zeitpunkt in diesem österreichweit einzigartigen Mega-Projekt. DELTA, mit Niederlassungen in Wels und Wien, zeichnete für die Projektsteuerung gemeinsam mit Drees & Sommer (ARGE PS WU Neubau) und die Abwicklung der Vergabeverfahren verantwortlich. DELTA war gemeinsam mit Gernot Frauscher auch für das IT-Übersiedelungsmanagement des Rechenzentrums auf den neuen Campus zuständig – derzeit eine der größten Übersiedelungen in Österreich.

Auftraggeber dieses Prestige-Projektes für Österreich – das von sechs internationalen Architekten geplant wurde – ist die Projektgesellschaft, die zum Zweck des Neubaus gemeinsam von der Bundesimmobiliengesellschaft und der Wirtschaftsuniversität Wien gegründet wurde.

Projektsteuerung eines einzigartigen Mega-Projektes

Wie kann die Gesamtkoordination eines derart komplexen Projektes wie der WU Wien mit einem Generalplaner-Team (u.a. bestehend aus sechs internationalen Architekten), den Nutzervertretern, vielen Behörden und unzähligen ausführenden Firmen mit zweitweise 1.000 Arbeitern auf der Baustelle  funktionieren? „Das Geheimnis eines professionellen Managements und einer erfolgreichen Projektabwicklung ist die Kultur im Projekt. Partnerschaftlichkeit sowie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber und Projektmanagement sind die Basis für die Steuerung von Mega-Projekten“, betont Bmstr. Dipl.-Ing. Wolfgang Kradischnig, Geschäftsführer und Unternehmenssprecher bei DELTA. „Entscheidend waren dabei auch die beiden Projektleiter auf Auftraggeber-Seite Dipl.-Ing. Maximilian Pammer und Mag. Christoph Sommer. Sie haben den Team-Spirit von Beginn an unterstützt und gelebt“, ergänzt Dipl.-Ing. Ingo Huber, Projektleiter der Projektsteuerung seitens DELTA und Geschäftsführer bei DELTA.

DELTA, eines der größten Baumanagementbüros in Österreich, verwirklichte das 492 Mio. Euro Projekt gemeinsam mit Drees & Sommer (ARGE PS WU Neubau). Die Haupttätigkeiten des insgesamt zwölfköpfigen Teams von Projektsteuerern lagen in der Steuerung, Organisation und Kostenkontrolle der Planungs- und Bauphase. Sie fungierten als Hauptansprechpartner, Drehscheibe des Projektes, Schnittstelle auf Auftraggeber-Seite für internationale Architekten und den Generalplaner.

Umgerechnet 2,5 Jahre lang durchgehend Besprechungen

1.300 Stunden haben die 15 Personen des Hauptgremiums im Projekt in Besprechungen verbracht. Das wären umgerechnet 2,5 Jahre, würde man rund um die Uhr an Besprechungen teilnehmen.

110 Vergabeverfahren und rund 500 Angebote

Dieser überdurchschnittlich komplexe Vergabeprozess hat sich durch die Vergabe je Baufeld (mit jeweils mehreren Gebäuden) ergeben. „Die Besonderheit war, dass manche Leistungen baufeldübergreifend und andere baufeldspezifisch zu vergeben waren. Die Herausforderung für die Projektsteuerungsexperten bestand darin, die Verfahren daher so zu staffeln, dass die Vergaben trotz Abhängigkeit von anderen Baufeldern zeitgerecht erfolgt sind und die jeweiligen Arbeiten termingerecht aufgenommen werden konnten“, erklärt Ing. Mag. Gottfried Leitner, Geschäftsführer bei DELTA für den Bereich Recht und Konfliktmanagement. Dieses vermeintlich komplexere Vergabeprozedere wurde bewusst gewählt, um in einem derartigen Mega-Projekt wirtschaftlich verträgliche Auftragspakete für den Markt schnüren zu können.

Übersiedelung der IT-Infrastruktur

DELTA war gemeinsam mit Gernot Frauscher auch für das IT-Übersiedelungsmanagement des Rechenzentrums auf den neuen Campus zuständig. Ein Universitätscampus, der auf 23.000 Studierende ausgerichtet ist sowie mit 4.500 Arbeitsplätzen für Lehrende und 3.000 Arbeitsplätzen für Studierende ausgestattet ist, benötigt eine ebenso beachtliche IT-Infrastruktur. Die Datenspeicher-Kapazität beträgt 360 Terabyte (2x 180 TB). Würden all diese Informationen ausgedruckt, in A4-Ordnern mit jeweils 500 Blatt abgelegt und diese in einer Reihe aufgestellt werden, so würden sich all diese A4-Ordner auf einer Strecke von etwa 29.600 Kilometern erstrecken.

Die größte Herausforderung bei diesem ohnehin bereits komplexen Unterfangen ist die Übersiedelung des Rechenzentrums im Betrieb. „Die Netzwerk-Services sind auf dem alten und am neuen Campus parallel in Betrieb gewesen. Dementsprechend wurden die Systeme am alten Campus zuerst vollständig redundant aufgebaut, dann nach und nach abgebaut, übersiedelt und am neuen Standort schrittweise wieder in Betrieb genommen“, erklärt Mag. Arnold Koller, Geschäftsführer bei DELTA für den Bereich EDV&IT.

Auszug Factsheet:

- 100.000m² Nutzfläche, 1.000 Bauarbeiter, 4 Jahre Bauzeit, 6 internationale Architekten
– 110 Vergabeverfahren, mehr als 500 Angebote, 3 Vergabeschienen
– 360 Terabyte Storage Kapazität (2 x 180 TB) … das entspricht der Aneinanderreihung von A4-Ordnern auf einer Strecke von 29.600 km


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