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DELTA und OMS erhalten Auftrag für Neubau der OÖGKK Freistadt

OÖGKK-Freistadt-Neubau-Kundenservice_SCHAUBILD_Foto DELTA

Das Architektenteam von DELTA bekommt, nach Aufhebung der ersten Scoring-Entscheidung, gemeinsam mit OMS den Auftrag für den Neubau der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse in Freistadt.
Das dreigeschossige Gebäude beherbergt auf rund 1.550 m² neben dem Kundenservicecenter der GKK ein Zahnambulatorium, Räume für weitere Gesundheitsanbieter und einen Mehrzweckraum. Das Gebäude ist in seiner Formensprache sehr kompakt. Durch den Rücksprung im vorderen Bereich des Baukörpers öffnet sich dieser und wirkt dadurch einladend, kundenorientiert und übernimmt eine schützende Funktion.

Städtebauliche Situation

OÖGKK Freistadt - Neubau Kundenservice - verschiedene Ansichten

Das neue Kundenservicecenter der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse wird in zentraler Lage im Stadtzentrum von Freistadt errichtet und gliedert sich städtebaulich optimal in seine Umgebung ein.
Mit seinen insgesamt drei oberirdischen Geschossen zeigt sich die neue Kundenservicestelle selbstbewusst entlang der Sankt-Peter-Straße und bleibt somit auch trotz der recht dominanten Nachbargebäude für die Kunden der OÖGKK von Weitem sichtbar.

Architektur

Das Gebäude ist in seiner Formensprache sehr kompakt. Die Zugangssituation wird von einem großzügigen Vorplatz eröffnet und leitet den Kunden zum visuell sichtbar gemachten Eingangsbereich. Dieser Eingangsbereich wird durch Akzentuierung in der OÖGKK-Farbe Blau zusätzlich hervorgehoben und dient als Orientierungshilfe. Der zurückversetzte Glaskern im Erd- und ersten Obergeschoss bringt Licht in das Gebäude und vermittelt dem Kunden ein angenehmes Gefühl. Dabei ist dieser Kern von Keramiklamellen sicht- und sonnengeschützt.

Nachhaltigkeit und Ökologie

Im Neubau der OÖGKK fließen alle drei Aspekte der Nachhaltigkeit (ökologisch, ökonomisch und sozio-kulturell) ein und bilden ein gutes Fundament für ein zukunftsfähiges Gebäude. Durch die Wahl einer kompakten Bauform werden die Flächen effizient und im geforderten Maße angeordnet, ohne den Nutzerkomfort einzuschränken.

Ökologische und ökonomische Aspekte

Mit der Wahl von Keramik/Ton als Material für die hinterlüftete Fassade hat sich das Architektenteam von DELTA bewusst für einen natürlichen Baustoff, der in ausreichender Menge auf der Erde zur Verfügung steht, entschieden. Keramik als Fassadenmaterial ist leicht zu reinigen, sehr robust, und langlebig, was sich positiv auf die Lebenszykluskosten des Gebäudes auswirkt. Außerdem wird bei der Wahl der Oberflächenmaterialien im Inneren auf die Einhaltung ökologischer Standards geachtet. Diese können zum Beispiel durch Umweltzeichen (österreichisches Umweltzeichen, Blauer Engel) nachgewiesen und kontrolliert werden.

Sozio-kulturelle Aspekte

Die ganze Gebäudeform mit dem einladenden und schützenden Rücksprung, den lichtdurchfluteten Kundenservice- und Wartezonen ist von DELTA mit dem Ziel, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, entwickelt worden. So werden Barrierefreiheit und Nutzungskomfort großgeschrieben und mittels optischer und taktiler Leitsysteme abgerundet. Aber auch das Personal wird mit dem Entwurf in seiner Tätigkeit und seinem Arbeitskomfort umfassend unterstützt.

Statements der Jury:

“Im Innenraum wird durch die großzügigen Gangzonen und die großen Fensterflächen ein positives Klima für Kunden und für Mitarbeiter geschaffen.”

“Hervorzuheben ist die intuitive Orientierung für Kunden ab dem Eingang ins Gebäude. Der gut auffindbare Haupteingang vom Vorplatz an der St. Peter Straße führt direkt in das Kundenservice und ins Stiegenhaus (mit Lift), über das alle Ebenen erschlossen werden.”

“Das Konzept überzeugt aus dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit und zeigt eine sehr ausführliche Auseinandersetzung mit dem Themenbereich…Insbesondere die hinterlüftete Keramikfassade und das extensive Gründach haben die Kommission beeindruckt.”