Historische Residenz des Staates Kuwait in Wien nachhaltig revitalisiert
15. September 2026
Die historische Residenz des Staates Kuwait in Wien wurde umfassend saniert und funktional erweitert. Das Projekt verbindet den sensiblen Umgang mit dem klassizistischen Bestand mit zeitgemäßer Architektur, nachhaltiger Gebäudetechnik und einer repräsentativen Neugestaltung.
Historische Qualität bewahren und zeitgemäß weiterbauen
Im Mittelpunkt der Revitalisierung stand das Ziel, die architektonische Qualität des Bestands zu erhalten und gleichzeitig die Voraussetzungen für eine zeitgemäße Nutzung zu schaffen. Die historischen Innenräume wurden sorgfältig restauriert und die Grundrisse funktional neu organisiert. Hochwertige Materialien, ein verbesserter Brandschutz und eine barrierefreie Erschließung tragen zu einem zukunftsfähigen Gesamtkonzept bei.
Die architektonischen Eingriffe fügen sich bewusst in die bestehende Bausubstanz ein. Auch die neu gestaltete Einfriedung verbindet historische und neue Elemente und reagiert sensibel auf die topografischen Gegebenheiten des Grundstücks.
Erweiterung fügt sich in die Umgebung ein
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist das neue Erschließungs- und Erweiterungskonzept. Eine in den Hang integrierte Tiefgarage bietet sechs PKW-Stellplätze inklusive E-Ladestationen. Sie ist barrierefrei mit dem Gebäude verbunden und wird durch eine intensiv begrünte Dachfläche in die Gartenlandschaft eingebettet.
Dadurch bleibt der repräsentative Charakter des Grundstücks erhalten, während zugleich die funktionalen Anforderungen an eine moderne Residenz erfüllt werden.
Nachhaltige Technik für den historischen Bestand
Die Weiterentwicklung bestehender Gebäude leistet einen wichtigen Beitrag zum ressourcenschonenden Bauen. Bei der Residenz des Staates Kuwait wurden der Erhalt und die Sanierung der historischen Bausubstanz mit einer Optimierung der Gebäudehülle und moderner Gebäudetechnik verbunden.
Eine Wärmepumpe mit einer Leistung von 75 kW und eine Photovoltaikanlage mit 20 Modulen und einer Gesamtleistung von 9 kWp unterstützen die energieeffiziente Versorgung des Gebäudes. Die Begrünung der Tiefgaragendecke trägt zusätzlich zur qualitätsvollen Einbindung des Zubaus in den Außenraum bei.
Integrale Kompetenz aus der DELTA Gruppe
Delta Pods Architects verantwortete die Architekturplanung und die künstlerische Oberleitung. Weitere Leistungen umfassten die AVA, örtliche Bauaufsicht für die Baugewerke, HKLS und Elektrotechnik sowie die Planungs- und Baustellenkoordination gemäß BauKG. Die Tragwerksplanung und Bauphysik wurden durch VATTER & Partner bearbeitet.
So entstand ein hochwertiges Gesamtensemble, das schützenswerte historische Bausubstanz, zeitgenössische Architektureingriffe und nachhaltige Gebäudetechnik miteinander verbindet.
Bildhinweis © Delta Pods Architects