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Die Lieserl‘n auf der Landstraße

Feierliche Eröffnung des Zentrums für den Menschen im Alter

Archäologische Spuren, zukunftsweisende Medizin und Lebensraum für Jung und Alt

An jedem Ort gibt es Institutionen, die die Geschichte und das Stadtbild nachhaltig prägen und eine besondere Bedeutung haben. In Wien zählt das Krankenhaus der Elisabethinen ohne Zweifel dazu; unglaublich spannende Geschichten und Ereignisse fanden an diesem historischen Standort, an dem Wiens erstes Krankenhaus für Frauen eröffnet wurde, statt.

Fast wäre dieser bedeutende Standort geschlossen worden – wegen fehlender Förderungen musste ein neues Konzept her, um das Spital zu erhalten. Die Idee, daraus ein Zentrum für den Menschen im Alter zu machen, rettete „die Lieserl‘n“ allerdings doch noch: zum großen Glück aller Beteiligten. Das neue Zentrum für den Menschen im Alter bietet nämlich nicht nur eine medizinische Behandlung, sondern vor allem eine menschliche und werteorientierte Betreuung der Patienten. Individuelle Selbstbestimmung und ganzheitliche Versorgung stehen im Mittelpunkt der Zuwendungsmedizin der Zukunft.

Renate Schraml, Leiterin der Betriebsorganisation und des Baumanagements der Elisabethinen Wien, beschreibt den neuen Standort: „Die neu errichteten und sanierten Gebäudeteile sind klar, einfach, natürlich und stimmig. Im Mittelpunkt des Geschehens steht der Patient mit seinen medizinischen, pflegerischen und menschlichen Bedürfnissen.“

Eine zündende Idee und eine Planung im Speed-Modus

Die Bestandssituation vor 2 Jahren machte eine Umsetzung, mit der alle Beteiligten zufrieden waren, schwierig. Eine zentrale Palliativstation musste möglichst gut umgesetzt werden. Mit der Idee, den alten OP-Bereich abzureißen und die Flächenwidmung durch die Anbindung des Neubaus an den Bestand optimal auszunutzen, fand das Team von DELTA die optimale Lösung.

In nur 2 Wochen wurde die Fertigstellung des gesamten Vorentwurfs und des Kostenrahmens auf die Beine gestellt – mit einer anschließenden positiven Bewertung für das Projekt vom Wiener Gesundheitsfond. DELTAs Planer haben sich dabei über den Tellerrand gewagt und vom Motto: „Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt, wenn dieser nötig sein sollte. Eine Schlucht kannst Du auch nicht mit zwei kleinen Schritten überwinden“ (zit. nach David L. George) inspirieren lassen.

„Ein kompetentes, vielseitiges und kooperativ arbeitendes Team ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren in einem Projekt. Wir sind froh, mit DELTA schon seit vielen Jahren so ein Team an unserer Seite zu haben“, erklärt Martin Steiner, Geschäftsführer des Franziskus Spitals über die Zusammenarbeit im Projekt.

Sr. Barbara Lehner, Generaloberin und Geschäftsführerin der Elisbethinen Linz-Wien

Sr. Barbara Lehner, Generaloberin und Geschäftsführerin der Elisbethinen Linz-Wien

Aller Anfang ist schwer, aber…

Es war nur der Anfang. Der denkmalgeschützte Bestand und die innerstädtische Lage bescherten unseren Projektleitern zwar ein paar graue Haare, aber die Umsiedlung des Friedhofs ließ sie beinahe weiß werden; auf dem Spitalsfriedhof aus dem 18. Jahrhundert wurden 300 Spitalspatientinnen geborgen. Der Friedhof musste danach natürlich unter archäologischer Begleitung umgesiedelt werden. Beim Abbruch im Dachgeschoss wurde eine Granate aus der Kriegszeit gefunden und musste unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen entfernt werden. Obwohl diese Ereignisse einige Hürden dargestellt haben, ist DELTA sehr stolz und dankbar, an diesen historischen Funden teilhaben und ganz besondere neue Erfahrungen daraus generieren zu dürfen.

Markus Hiden, Projektleiter und Architekt bei DELTA, erklärt zum Verlauf dieses außergewöhnlichen Projektes: „Bei so einem Projekt mit so vielen unerwarteten Hürden aber auch großen Chancen rate ich: optimistisch sein und das große Ganze sehen – denn zum Schluss wird man belohnt! Bei der Eröffnungsfeier namentlich genannt zu werden, war das absolute Highlight für mich und mein gesamtes Team.“

Am 09. Mai war es schließlich soweit: Bei der Eröffnung des neuen Zentrums für den Menschen im Alter feierte DELTA gemeinsam mit dem Orden und vielen weiteren Gästen den erfolgreichen Projektabschluss. Dieser ist sowohl dem kollegialen Zusammenhalt innerhalb des DELTA-Teams als auch der lösungsorientierten Handlungsweise und Offenheit des Auftraggebers zu verdanken.

Wolfgang Kradischnig, Geschäftsführer und Unternehmenssprecher bei DELTA, betont die wertvolle Bedeutung langjähriger Kooperationen: “Unsere Partnerschaft mit den Elisabethinen hat bereits seit 15 Jahren Bestand – das ist für uns ein großer Vertrauensbeweis. Das aktuelle Projekt zeigt, dass eine partnerschaftliche und langjährige Zusammenarbeit die außergewöhnlichsten Ergebnisse bringt.“