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Die Elisabethinen Wien – eine Architekturgeschichte

 

Seit vielen Jahren betreut DELTA den Standort der Elisabethinen in Wien Landstraße in seinen Um- und Neubauvorhaben. Im Jahr 2019 wurde das Zentrum für den Menschen im Alter eröffnet. Für das Franziskus Spital wurden trotz der komplexen Bestandssituation ein Dachgeschoßausbau sowie zwei Anbauten für eine Akutgeriatrie in einer ersten Bauphase erfolgreich umgesetzt; der Umbau fand bei laufendem Betrieb statt. Mit der Idee, den alten OP-Bereich abzureißen und die Flächenwidmung durch die Anbindung des Neubaus an den Bestand optimal auszunutzen, fanden die DELTA Architekt:innen die optimale Lösung für die zweite Bauphase.

Im Mai 2022 erfolgte die letzte Inbetriebnahme der zweiten Bauphase: In den Innenbereichen wurden eine innovative Frischküche, zwei Interne Stationen, eine Palliativstation und eine Tagesklinik für akutgeriatrische Patient:innen errichtet. Die Kurzzeitpflege des Konvents der Elisabethinen Linz-Wien wurde gleichzeitig mit dem Ende der zweiten Bauphase im Mai 2022 in Betrieb genommen.

Für den Souveränen Malteser-Ritter-Orden wurde das „MALTESER Ordenshaus“ errichtet, ein Altenwohn- und Pflegeheim, das zusätzlich mit Büroflächen für den mobilen Pflegedienst MALTESER Care ausgestattet wurde. Im Rahmen des Projektes waren sowohl die Sanierung der bestehenden Klosteranlage als auch ein Neubau Teilbereiche der Arbeiten, und somit wurde ein topmodernes Haus geschaffen. Sowohl für DELTA als auch die Auftraggeber stand der Komfort und das Wohlergehen der Patient:innen dabei stets an erster Stelle. Das Projekt wurde mitsamt den Außenanlagen mit rund 4.500m2 im Herbst 2022 fertiggestellt.

„Die Orientierung durch Blickachsen sowie mögliche „Achterschleifen“ im Grundriss sorgen nicht nur für Wohlbefinden und Sicherheit, sondern auch dafür, dass demenzkranke Personen in ihrer unmittelbaren Umgebung ihre Wege gehen können.“

 

Historisch bedeutsam, für die Zukunft gemacht

Die enge Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt, die Umbettung eines alten Friedhofs sowie der berühmte Maulbeerbaum (Naturdenkmal Nr.4 der Stadt Wien) direkt neben der Baugrube sind nur einige der Faktoren, die dieses Projekt so besonders machen. Im Vorbeigehen vermutet wohl niemand, dass sich hinter dem unscheinbaren Eingang des Krankenhauses ein riesiges Areal befindet: Eine 30.000m2 große Baustelle verbirgt sich mitten in der Wiener Innenstadt im 3. Bezirk. Einer der historischen Funde war ein aus dem 18. Jahrhundert stammender Frauenfriedhof, den es im Zuge der Bauarbeiten umzubetten galt, was viel Zeit und Ausdauer erforderte.

Ein innerstädtisches Pflegeheim zu errichten, war baulogistisch ebenfalls eine Herausforderung. Es gab nur zwei Zufahrten zur Baustelle, wenige Lagerflächen und die archäologischen und denkmalschützenden Begleiterscheinungen waren immer zu berücksichtigen. Mit diesem Wissen wurden die Bauphasen so eingetaktet, dass genug Zeit für individuelle Lösungen geschaffen wurde, die erst im Bestand erarbeitet werden konnten. Teile des über 300 Jahre alten, innerstädtischen Klosters zu revitalisieren und mit einem modernen Neubau zu verbinden, war allerdings eine schlichtweg einzigartige Erfahrung.

„Das Projektteam musste im Bestand umsichtig agieren, denn im Altbau war sprichwörtlich kein Stein wie der andere.“

 

Zusammenarbeit, großgeschrieben

Von Seiten des Bauherrn gab es viel Wertschätzung für die hohe Qualität der Architektur. DELTAs Architekt:innen sprechen auch nach vielen Jahren immer noch mit einer Begeisterung über das Projekt, die unglaublich ist. Dies ist vor allem dem lösungsfokussierten, offenen und kooperativen Bauherrn geschuldet, der auf alle Herausforderungen souverän reagiert und diese immer perfekt abgestimmt gemeinsam mit dem Team löst. Die menschlichen Werte des Ordens und der medizinische und pflegerische Auftrag sind im Projekt stark spürbar und machen die Arbeit zu etwas Besonderem; die Zufriedenheit ist hoch, weil das gesamte Team mit diesem Projekt etwas Gutes für Menschen im Alter tun kann. Den Menschen im Alter in unserer Architektur abzubilden, war uns und dem Auftraggeber mit seinen menschlichen Ordenswerten das größte Anliegen.

Für Philipp Peneder, Architekt und Projektleiter bei DELTA PODS, ist das Projekt eine große Motivation: „Ich habe mich jeden Tag darauf gefreut, ins Büro zu kommen, um an diesem Projekt weiterarbeiten zu dürfen. Im Altbau konnten wir zwar einiges erst im Bestand erkennen, was natürlich mehr Aufwand bedeutete, die Motivation war jedoch sehr hoch, um dieses unglaublich schöne Kloster mit seiner reichen Geschichte für nächste Generationen zu erhalten!“

Markus Hiden, Geschäftsführer und Architekt bei DELTA PODS, begleitet das Projekt bereits seit 2014: „Das Gemeinschaftsbauprojekt mit dem Souveränen Malteser-Ritter-Orden, den Elisabethinen Linz-Wien und dem Franziskus Spital trägt dazu bei, den Standort zu sichern. Ein Zentrum für den alten Menschen mitten in der Stadt zu schaffen, ist eine sinnvolle Arbeit, einfach die beste Motivation, die man für etwas haben kann. Das gleiche gilt für die Zusammenarbeit, die seit so vielen Jahren immer konstruktiv, wertschätzend und lösungsorientiert erfolgte!“

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